Pressestimmen zu Salvation
SONIC SEDUCER

Gleich mit dem ersten Lied ihres starken Debutalbums war mir schon klar, es bei diesen vier sensiblen Rosenkranzflechtern mit grundehrlichen Häuten zu tun haben. Ein Glücksfall, denn: Was wurde das einzigartige Genre Gothic Rock in den letzten Jahren doch mit Halbgarem hin bis zu gar Lächerlichem versaut – wirklich kaum auszuhalten, was die gigantischen Welterfolge von Galionsfiguren wie beispielsweise HIM und The 69 Eyes an trendhungrigen und unbedarften Retortenbands mit sich brachten. Rozencrantz spielen da schon in einer ganz anderen Liga, nämlich ihrer ganz eigenen: Zeitlos schöne Songs wie der belebend eingängige Opener "Forsaken" oder das andächtig beschwörende Sehnsuchtsmanifest "Bound To You" verdeutlichen die immens hohe Wichtigkeit dieser hörenswerten Gruppe für die deutsche Gotenrock-Szene in aller Deutlichkeit. Als wäre die Zeit stehen geblieben, geben sich diese souveränen Visionäre in Sachen Qualität und Originalität voll und ganz den 80ern hin, als unvergessene Bands noch wirklich staunen machten. Dennoch zeigen sich Rozencrantz den Anforderungen der Neuzeit bewusst und erfrischen den Hörergeist mit unverbraucht klingenden Liedstrukturen sowie absolut authentische Gefühlsvermittlungen ohne falsches Pathos. Sänger Skye erweist sich mit seinen mannigfaltigen Phrasierungsarten als wahres Stimmbandchamäleon, einen besseren und passionierteren Vokalisten hätte die Grufti-Truppe wirklich nicht finden können.
Autor: Markus Eck

GOTHIC FAMILY

Mit Rozencrantz soll laut Presse-Info ein "neuer Stern am momentan eher trüben Goth-Rock-Himmel" erstrahlen, produziert wurde die Platte von Bruno Kramm und auch auf "seinem" Label Danse Macabre (Das Ich) veröffentlicht. Aufkleber und Autogrammfotos liegen der CD, ebenfalls mit tollem Artwork, bei. Hmm, so muss eine Präsentation aussehen! Aber stimmt auch der Inhalt..? Und ich muss sagen, jawoll, klasse Scheibe (grins) !! Beim ersten Song "Forsaken" fühlt man sich ein bischen an "Pink Turns Blue" erinnert, meine Aufmerksamkeit wäre damit erweckt! Eine wirklich toll produzierte, sehr gut ins Ohr gehende Musiklandschaft eröffent sich einem nach und nach. Viel Elektronik kommt zum Einsatz, was den Songs eine wunderbare Tiefe und wunderbare Melodien verleiht. Sänger Skye, lange schwarze Haare, düsterer Blick, bleich geschminkt - das müsste ankommen ;-), hat eine sehr markante Stimme, die richtig rocken kann, aber auch beschwörend in die Gehörgänge kriecht. Auf einigen Stücken sowie im Sologesang auf "Severed Dreams" hört man übrigens Evangeline Cooper von Shizuko Overdrive (waren schon Band des Monats bei uns! Übrigens ist Bandmember Horatio Luvcraft in beiden Bands zuhause!) Ich kriege Gänsehaut! Jungs und Mädels da draussen, ihr mögt Gothic Rock a la Dreadful Shadows, aber auch Dark Wave a la Clan Of Xymox oder die schon genannten Pink Turns Blue? Dann besorgt euch unbedingt diese CD und lasst euch entführen in diese düster-melodiösen Klangwelten.
Autor: SiN

PANDAIMONIX

Mit Rozencrantz könnte seit langem wieder einmal eine Gothicrockformation über den zuletzt recht flauen Durchschnittsoutput diverser Combos herausragen. Diese ganze Gothicheulschiene ist ja generell nicht so sehr mein Ding, aber "Salvation" hat es mir dann doch einigermassen angetan.

Vom ersten Stück an dominieren durchweg hitverdächtige Melodien, wenngleich natürlich zum Grossteil einer Radiotauglichkeit schlussendlich die genretypischen Deprielemente im Weg stehen. So gehen Rozencrantz fast durchweg mit einer Melancholie und Bedrückheit zu Werke, die dem derzeitigen Wetter hervorragend zu Gesicht steht - ein schönes Album, voll mit eingängigen bittersüssen Melodien und einem fetten Depritouch. Allerdings zieht einen die Geschichte nicht unbedingt gnadenlos runter, sondern erzeugt mehr ein wohliges Gefühl, wenn man die Kompositionen in Ruhe daheim auf sich einwirken lässt.

Sehr schön gefällt mir auch die Gesangsleistung, sowohl vom etatmässigen Sänger Skye, als auch der Gastsängerin. Härtegradetechnisch bewegen sich Rozencrantz "Salvation" jedoch ihrer Erfüllung finden.

GOTHIC AND ART

Im rockigen Bereich, Metaltendenzen werden in keinster Weise tangiert, von daher sollten etwaige Metalfanatiker das Album meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Aufgeschlossene Rocker, die auch eine latente Neigung zu Düstersounds haben, dürften mit "Salvation" - übersetzt heißt das Rettung. Und eine Rettung für das Goth-Rock Genre, das in letzter Zeit wenig neues hervorgebracht hat, sind Rozencrantz auf jeden Fall. Die vier Jungs zeigen auf diesem Album deutlich, das sie jahrelange Musikerfahrung haben, und das äußert sich in den ergreifenden, tragischen Lyrics, den, rockigen, atmosphärischen, warmen Klängen und tiefen Gefühlen ihrer Songs.

Schon das wirklich schön anzusehende Cover des Albums zeigt, wie kreativ die Band bei ihrer Arbeit vorgeht. Der Schriftzug "Rozencrantz", der mit schwarzen geschwungenen Linien gezeichnet ist, fällt dabei zuerst ins Auge. Darunter befindet sich das augenscheinliche Bandlogo, das ebenfalls ein Blickfang ist: Eine künstlerisch gezeichnete Rose in Seitenansicht, die zur einen Hälfte rot, und zur anderen Hälfte schwarz und lückenhaft ist. Der rote Teil der Rose wirkt sensibler und weicher, weil aus ihr dünne, gekringelte Ranken hervorkommen, im Gegensatz zu der schwarzen Rose, die härter erscheint, und bei der mit kleinen Dornen bespickte, ebenfalls dünne aber zackige Ranken zu sehen sind. Ich denke, das Logo symbolisiert die Mischung aus tragischen und rockigen Klängen der Musik der Band ziemlich gut. Unter der Rose steht der Albumtitel, "Salvation", allerdings in gewöhnlicher Schrift. Auch auf der Rückseite des Albums sieht man eine verzerrte Rose auf verwischtem, grau-weißen Hintergrund. Das Booklet ist äußerst beeindruckend, wie ich finde, da das Artwork detailliert und mystisch gezeichnet ist. Auf jeder Seite sieht man grauschwarze, verwischte Flächen, die wie verschwommene Wasserfarben auf weißem Papier aussehen. Futuristische und zugleich altertümliche Figuren sind ebenfalls zu sehen, und das ganze bekommt schon fast etwas poetisches, da hier und da einzelne Sätze der Lyrics des Albums abgedruckt wurden. Man merkt deutlich, dass sich Rozencrantz viel Mühe mit dem Cover und Booklet gegeben haben, und diese Mühe hat sich gelohnt!

Der erste Track des Albums, *Forsaken* beginnt auf rockige Art und Weise mit einem gelungenen Gitarrenriff. Die markante Stimme des Sängers Skye gefällt mir auf Anhieb, da sie irgendwie ziemlich außergewöhnlich klingt. Der Refrain des Songs geht direkt ins Ohr, und ich mag die Art, wie Skye das Wort "Forsaken" ausspricht, es hat definitiv etwas. Der Sänger scheut scheinbar auch nicht davor, mal etwas lautere Töne anzustimmen, was gut zu dem schwungvollen Lied passt. Im großen und ganzen ist Forsaken ein richtig guter Opener fürs Album, und es herrscht Ohrwurmgefahr!

Ein leises Klavierspiel, begleitet von Drums, so fängt *Decision* an, und nur ein wenig später kommt Skyes in diesem Fall melancholische Stimme hinzu, was eine nachdenklich stimmende Atmosphäre schafft. Der sehr gefühlvolle und schöne Refrain wird noch zusätzlich von einer kristallklaren Frauenstimme begleitet, Evangeline Cooper, die noch bei mehreren Songs des Albums mitwirkt, wie auch das Booklet verrät. Ungefähr in der Mitte wird das Lied ein wenig lauter, und ein kurzes, aber gelungenes Gitarrensolo ist zu hören. Auch bei diesem Lied gefällt mir der Refrain sehr gut, er ist ruhiger als beim ersten Song, und das gefühlvolle und geheimnisumwobene der Worte "In a different world...", mit der der Refrain beginnt, sind wirklich schön anzuhören.

Auch der dritte Song, *Her Walk Gets Slower* ist ein langsameres Lied. Den Refrain wird diesmal komplett von Evangeline übernommen, während Skye die tiefsinnigen Passagen des Songs überzeugend rüberbringt, und dieses Zusammenspiel ist das, was den Song so interessant macht.

Bei *Bound To You* ist zuallererst ein kratzendes Geräusch, wie auf einer alten Schallplatte zu hören, bevor der Song mit energischen Gitarrenklängen richtig beginnt. Mit den Worten "Hurry, hurry, Darkness falls!" geht der Track schließlich in den Refrain über, und dabei wiederholt ein Flüstern jeweils immer die letzten beiden Worte des Satzes im Refrain, was dem ganzen nicht nur eine geheimnisvolle Stimmung verleiht, sondern außerdem auch einfallsreich ist. Am Ende ruft Skye mehrmals "I'm Bound To You!", und wird dabei von einem passenden Gitarrenriff begleitet. Vorsicht, auch hier herrscht Ohrwurmgefahr!

Titel fünf, *In These Arms*, beginnt elektronisch und wirkt auf mich recht futuristisch, und dieser spacige Sound begleitet einen durch den gesamten Song, was eine tolle, Stimmung schafft. Im Refrain sind sogar leise Streichinstrumente zu hören, die den Song auf eine gewisse Art tragisch klingen lassen. Die gefühlvollen Gitarrenklänge und dazu der elektronische Sound passen sehr gut zueinander und machen "In These Arms" zu einem abermals gelungenen Track auf dem Album. Wahrscheinlich gibt es auf dem Album eben wegen dieser elektronischen Klänge zwei Remix-Versionen, da sich daraus viel machen lässt.

*1000 Knights*, das ist nicht nur ein toller Songtitel, das Lied macht eindeutig so einiges her, was auch besonders an den poetischen Lyrics liegt. "One kiss must kill a thousand knights, for my beloved sin to survive..." ist der Satz, den Skye in diesem ruhigen, melancholischen Refrain singt, und später im Lied erhebt er dabei sogar noch die Stimme, um die Gefühle besser rüberbringen zu können. Und genau das hinterlässt einen guten Eindruck.

Leicht verwegen, rauh und sehr rockig klingt *Severed Dreams* zu Beginn, und nicht nur das, der Song ist Goth-Rock-pur! Ein wenig elektronische Töne, dazu herrliche Gitarrenriffs und ein sattes Schlagzeug sind hier zu hören, und eine Besonderheit hat Severed Dreams auch: Der Song wird komplett von Evangeline Cooper gesungen. Ich muss zugeben, ich fühlte mich an manchen Stellen sogar leicht an die leiseren Momente von Nightwish erinnert, und das hat mich erstaunt.

Bei *Lively Water* begleitet ein wunderbares Piano die sonstigen Rock-Instrumente, und im Refrain gibt es wieder Streichinstrumente zu hören, die das Lied geheimnisvoll wirken lassen. Auch Evangeline singt wieder mit, sowie eine flüsternde Stimme, aber auch ein erneut lauter werdender Skye, und vieles davon ist fast gleichzeitig oder kurz hintereinander zu hören, und deshalb strotzt der Song nur so vor Abwechslung und Einfallsreichtum.

*Dissolve* beginnt mit Streichinstrumenten, bevor die rauhe Gitarre einsetzt und der Song mal wieder in einen sehr gelungenen Refrain übergeht. Ein ziemlich interessantes Lied, das ein paar nette und vor allem einfallsreiche Gitarrenparts aufweist.

Der zehnte song des Albums ist *Sweet Desire*, und ist wohl mein Lieblingslied, da der Gitarrenriff, der das ganze Lied zu hören ist, sofort ins Ohr geht und etwas düsteres aber auch verwegenes hat, und dem Lied das gewisse etwas verleiht - dazu Skyes ab und zu zum Teil leicht verzerrte, aber kräftige Stimme.

*Fareza*, so heißt der elfte Song auf "Salvation", und stimmt wieder ruhigere Töne, an. Piano, Streicher, sogar ein zum Lied passendes Tamburin, und natürlich Skyes beruhigende Stimme machen das Lied wieder zu etwas besonderem.

Die letzten beiden Songs sind *Remixes* von *In These Arms*, und obwohl ich allgemein nicht viel von Remixes halte, muss ich zugeben, dass diese beiden tatsächlich sehr gut sind. Electronica - und Industrial-Klänge weisen die beiden Songs mehr als genug auf, und runden das Album auf interessante Art und Weise ab.

*Fazit:* Mich persönlich hat Rozencrantz' Album "Salvation" total begeistert. Es ist rockig, gefühlvoll und Skyes Stimme passt wunderbar zu dem Musikstil. Überhaupt hört man seinem Gesang gerne zu, da er eine angenehme, markante Stimme hat, und das ist bei einem Sänger sehr wichtig, wie ich finde. Dazu ist in den einzelnen Liedern so viel Abwechslung - kein Song hört sich an wie der andere, und das beweist den Einfallsreichtum der Band. Der ganze Silberling ist atmosphärisch sehr gut gelungen, dazu das außergewöhnliche, fast bizarre Artwork des Covers und Booklets, und nicht zu vergessen die düsteren Lyrics, die einen nachdenklich stimmen, und zur Musik passen. "Salvation" ist ein tolles Goth-Rock-Album mit hier und da elektronischen Details (Electronica-Fans werden die Remixes lieben!), die dem ganzen Konzept die gewisse Würze verleihen. Und jeder, der auf rockige, düstere Songs mit authentischer Atmosphäre und einem tollen Gesang steht, sollte sich das Album auf jeden Fall anhören!

AMBOSS MAG

Dem Gesamtwerk nicht gerecht werdend muß ich hier einen Satz zu Beginn aus dem Info zitieren: "szenegerechte, dennoch einmalig individuelle Optik." OHNE WORTE

Trotzdem will ich euch dieses Gemälde näher beschreiben, da es mehr beherbergt, als sich einem Trend dahinzugeben, der sich mittlerweile für bestimmte Diskoabende einem Dresscode unterlegt hat. Derartigen Schwachsinnigkeiten konnte ich vor 25 Jahren nichts abgewinnen und heute wirkt dieses elitäre Gehabe eher verletzlich gegenüber Menschen, welche diese Szene seit 30 Jahren visuell und akustisch aufnehmen.

Nun ja, in erster Linie geht es hier um Musik, und die melancholisch düstere Seite verstehen die Jungs von ROZENCRANTZ durchaus. Ein getragener elektronisch-sphärischer Underground begleitet die sanft, aber trocken gezupften Saiten. Der Sänger versucht nicht krampfhaft tief zu tönen, sondern lässt die latente Traurigkeit seiner Stimmbänder eher hell-verträumt glänzen zu lassen. Melodietechnisch könnte man diese Produktion natürlich auch in den Finnvox Studios vervollständigt haben, während die Elegie und die vehemente Tragik eher zu deutschen Bands wie Dreadful Shadows, frühe GUG oder Love Like Blood tendiert. Das Werk glänzt mit sehr ruhigem Wave, verführerisch leichtgängigen Hooks und besitzt zudem eine latent unterschwellige Aggression, welche sich nicht entlädt, sondern eher latent in die Trauer führt. Gerade im Ouvre des Albums klingt die Verschmelzung von Sisters mit Mission heraus. Da ist die Liebe zur Melodie, da ist die Liebe zur Melancholie und nicht zuletzt die Liebe treibende Songs für abgefuckte Düsterschuppen zu schreiben. Ganz nebenbei gibt man sich theatralisch handsam und lässt die triefende Ballade "decision" wohl temperiert in die Gehörgänge verträumter junger Goth Ladies gleiten. Die Songs sind atmosphärisch dicht gestaffelt, man verzichtet auf schräge Ecken und Kanten und kredenzt so ein sehr gefühlvolles Werk, welches die Traurigkeit in Wattebpackt und gleichsam die Melancholie wohlwollend unterbringt. Die Lieblichkeit der leichtgängig funktionierenden Songstrukturen wird durch weibliche Backings noch verstärkt. Aber auch die treibenden Rock-Strukturen beherzigt die Band im durchdringenden "In there Arms".

Ein in sich geschlossener Moloch voller dunkler Harmonien, dezenter Agonie, verträumter Eleganz und betörend waviger Musik. Wenn man jetzt noch die richtige Kleidung dem Hörer unterjubeln kann...
Autor: Andreas

MINDBREED

Gothic-Rock gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Überall hört man von neuen Bands in diesem Genre, doch leider klingt Eine wie die Andere. Es wird immer schwerer für junge, eher unbekannte Bands sich in dieser Szene zu behaupten, und trotzdem ihren eigenen Stil zu entwickeln. Rozencrantz versucht sich dennoch mit ihrem kommenden Album “Salvation” zu beweisen. Dabei schwören die vier Mitglieder auf soliden Rock, mit einem Hauch von Synthies und schnulzigen Melodien.

Neben der Gastsängerin Eveline Cooper mischen auch andere Szenenbekanntheiten mit, wie Carsten Klatte (Project Pitchfork, Wolfsheim) und Bruno Kramm (Das Ich), der auch als Produzent agiert.

Doch das allein spricht noch nicht für das Album an sich. Muss es auch nicht. Gleich der Opener “Forsaken” sorgt für einen netten Ohrwurm, auch wenn der Track an sich nicht gerade durch Originalität besticht.Es folgt “Decision”. Das Tempo wird herunter geschraubt, die Grundstimmung melancholischer und die Melodie eingängiger.In “Her Walks Gets Slower” wird auf die klare, himmelhohe Stimme von Eveline Cooper Wert gelegt. Ihr Gesang hält sich dezent im Hintergrund, erinnert aber den Hörer subtil daran, dass sie nicht mehr beim zweiten Titel sind.Sind wir schon beim nächsten Lied? Ja sind wir, auch wenn “Bound To You” sich nur minimal von dem vorherigen Song unterscheidet. Da hilft auch die schnulzige Stimme von Sänger Skye nicht weiter.Einen weiteren Ohrwurm liefert der Titel “In These Arms”, dessen Refrain auf unerklärliche Weise hervorsticht. Erneut wird auf die elfenhafte Stimme von Eveline zurückgegriffen, die leider auch hier wieder nur dezent herauszuhören ist.

Es wird weiterhin auf Kuschelstimmung Wert gelegt. “1000 Knights” hat leider nicht einmal die Power von einem Ritter. Damit kann man heutzutage kein Prinzessinnenherz erobern. Nun endlich kommt Gastsängerin Eveline zum Zug! In “Servered Dreams” zeigt sie überdurchschnittliche Gesangsleistungen, die fast an Gothic-Metal-Fraktionen wie Nightwish erinnern. Sicher hätte man durch sie noch mehr rausholen können, das Potential ist vorhanden, doch schnell wird die Funktion des Leaders wieder an Skye abgegeben. Er scheint zu versuchen, in “Lively Water” dieses Gänsehaut-Feeling des gerade verklungenen Tracks wieder herzustellen. Doch bleibt es bei dem Versuch, da er in die gleiche Songstruktur verfällt, die das gesamte Album bisher durchzieht. “Dissolve” überrascht für einen Moment mit einem anderen Beginn, der ein klein wenig an ein klassisches Orchester erinnert. Die Melodie ist trotz des langsamen Tempos lebhafter und schafft so eine angenehme Abwechslung. Mit “Sweet Desire” hat Rozencrantz erneut einen Ohrwurm geschaffen, denn dieser Song hat mehr Pepp als die meisten Songs vorher zusammen und animiert sogar zum Mitsummen. Dieses Lied wurde sicher nicht zufällig als Single verwendet. Das dazugehörige Musikvideo kann auf der Myspace-Seite von Rozencrantz begutachtet werden. Das Album wird (welche Überraschung) mit einer ruhigen Ballade beendet. Der Hörer hat es nun geschafft und kann sich zurücklehnen. Oder auch nicht. Zum Schluss wurden, als kleiner Bonus, zwei Remixe von “In These Arms” angehängt. Diese präsentieren sich, nach dem ersten Hören, interessanter als das Original.